
Der Tigel-Sozialbeitrag
Jedes Jahr wird ein Teil des Umsatzes gemeinnützigen Organisationen oder Projekten vergeben. Entschieden wird jeweils im Team wohin das Geld fliessen soll.
Diese Projekte haben wir in den vergangenen Jahren unterstützt:
2026
The Revival ist eine gemeinschaftsorientierte Initiative für nachhaltige Mode mit Sitz in Ghana, die sich darauf konzentriert, Textilabfälle durch Upcycling, Aufklärung und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu bekämpfen. Sie stärkt lokale Jugendliche und Frauen auf dem Kantamanto-Markt, indem ausrangierte Kleidung in wertvolle Produkte verwandelt, Praktiken der Kreislaufwirtschaft gefördert und wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen werden. Mit seiner Arbeit will «The Revival» ein widerstandsfähiges, nachhaltiges Mode-Ökosystem schaffen und gleichzeitig die globalen Auswirkungen von Modeabfällen bekämpfen.

Cadus International Disaster Response ist eine gemeinnützige, unabhängige, internationale Hilfsorganisation aus Berlin. In ihren Projekten leistet sie schnelle, bedarfsorientierte Nothilfe, und fördert den Aufbau langfristiger Kapazitäten vor Ort. Ihr Engagement beinhaltet vier Schwerpunkte: Nothilfe, Kooperation, Innovation und Information.
Seit Februar 2024 ist Cadus mit einem Team in Gaza im Einsatz und übernimmt unter anderem Patiententransporte aus Nord-Gaza. Der Einsatz wird durch die WHO-EMT-Struktur koordiniert.
Bereits seit 2022 ist Cadus in der Ukraine aktiv und führt medizinische Evakuierungen durch. Ausserdem organisieren sie Trainings für Menschen mit und ohne medizinische Ausbildung und helfen beim Wiederaufbau.

Trans Safety Emergency Fund (TSEF) ist der erste BIPoC- und Trans-geführte Verein mit Sitz in der Schweiz, der sich auf die finanzielle Unterstützung von Trans Personen konzentriert. Trans Menschen sind überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. TSEF fungiert als Brücke, die es Trans Personen in verschiedenen Bereichen – einschliesslich der Kulturarbeit – ermöglicht, eine Notfinanzierung zu erhalten.
Der Verein ist jedoch nicht nur eine Plattform für die Umverteilung von finanziellen Mitteln, indem er jene, die mehr haben, mit denen verbindet, die weniger haben. Er will auch ein internationales Netzwerk von Menschen und Institutionen schaffen, die Dienstleistungen für Trans Personen anbieten und andere dazu inspirieren, sich ebenfalls im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten und Ressourcen für die Belange von Trans Menschen auf der ganzen Welt einzusetzen. Dadurch soll das Bewusstsein für die Lebenssituationen von Trans Personen erhöht und sollen andere Menschen für deren Anliegen sensibilisiert werden.

2025
Der gemeinnützige Verein ROSA e.V. wurde 2021 gegründet. Er setzt sich für eine geschlechts- und gendersensible Unterstützung von geflüchteten Menschen ein. In Form des «Rolling Safespace» stellt ROSA eine mobile Anlaufstelle bereit, die sich an die Umstände und Belastungen von Frauen auf der Flucht richtet und einen geschützten Raum für Empowerment bietet. Ein umgebauter LKW, der mit einem Raum für medizinische Beratungen, einer Teeküche und Stauraum für Workshopmaterialien ausgestattet ist und momentan die Geflüchtetenunterkünfte Ritsona, Malakasa, Thiva und Camp Oinofyta nördlich von Athen anfährt, ist das Herzstück des Projekts. In Deutschland setzen sich über zehn Lokalgruppen in verschiedenen Städten für eine humanitäre und feministische Asylpolitik und Solidarität ein.
Vgl. auch das Interview mit Hebamme Charlotte auf «nd» (2023).

Während andere Krisen täglich die Schlagzeilen beherrschen, droht der wohl brutalste Konflikt der Gegenwart in Vergessenheit zu geraten: Seit April 2023 tobt im Sudan ein verheerender Konflikt, der die Region in eine der schlimmsten humanitären Krisen gestürzt hat. Die Gewalt führte zur grössten Vertreibungskrise und einer der schlimmsten Hungerkrisen der Welt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 24,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Sie benötigen dringend Nahrungsmittel, Trinkwasser, medizinische Versorgung und Medikamente. Die Partnerorganisationen der Glückskette wie Caritas, Medair, Save the Children und Vétérinaires sans frontières stellen den Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrungsmitteln, sauberem Wasser und psychosozialer Unterstützung im Sudan und Südsudan, insbesondere in der Region Darfur, sicher.
Vgl. auch Artikel «Stell dir vor, es ist Krieg, und niemand schaut zu» in der NZZaS (15.09.2024).

Das zentrale Mittelmeer gehört zu den tödlichsten Fluchtrouten der Welt. Seit September 2023 sind dort die Sea Punks – ein Verein, in dem sich ein bunter Haufen solidarischer Menschen mit sehr unterschiedlichen Talenten zusammengefunden hat – mit ihrem Schiff «Sea Punk I» aktiv. Sie unterstützen auf hoher See Menschen, die mit seeuntüchtigen Booten die Überfahrt nach Europa versuchen. Sie versorgen sie mit Rettungswesten, Essen und Trinken und nehmen im Notfall Menschen an Bord, um sie vor dem Ertrinken zu retten. Damit unterstützen sie sie dabei, sicher in Europa anzukommen. Denn die Sea Punks wünschen sich eine Gesellschaft, in der Flüchtende willkommen geheissen und unterstützt werden, einen Neuanfang zu starten und die nicht zusieht, wie Menschen sterben, weil sie auf ihrem Fluchtweg ignoriert, abgewiesen oder zurückgedrängt werden.
Vgl. auch Arte-Dokfilm (2024).

2024
Über die Anzahl der Sans-Papiers in der Schweiz gibt es keine genauen Zahlen. Nach der neusten Schätzung leben alleine im Grossraum Zürich 20‘000 Migrant:innen ohne geregelten Aufenthaltsstatus. Sie leisten Arbeit, ohne die unser heutiges Wirtschaftsgefüge auseinanderbrechen würde. Sie arbeiten – oft zu niedrigsten Löhnen – im Privathaushalt, in der Landwirtschaft, auf dem Bau und im Gastgewerbe und tragen somit zum Wohlstand der Schweiz bei. Ihr irregulärer Aufenthalt zwingt die Sans-Papiers zu einem Leben in der Anonymität. Die SPAZ berät Menschen ohne geregelten Aufenthalt und unterstützt sie so bei der Einschulung ihrer Kinder, dem Abschluss einer Krankenversicherung, dem Zugang zur Heirat oder der Regularisierung ihres Aufenthaltsstatus – Rechte, die für die meisten von uns selbstverständlich sind, die vielen Sans-Papiers ohne diese Hilfe jedoch verwehrt blieben. Die SPAZ sensibilisiert zudem Staat und Öffentlichkeit für das Thema Sans-Papiers und die prekäre Lebenssituation der Betroffenen. (Bild: Reto Schlatter)

Viele unsere Kund:innen kennen das biologische Olivenöl und die Gewürzmischung Za’tar, des Vereins «Kampagne Olivenöl aus Palästina», man kann diese auch bei uns im Tigel kaufen. Der Verein leistet seit 2001 ein Beitrag zur Existenzsicherung palästinensischer Kleinbauern, indem er Öl, Za’tar sowie Baumwolltaschen aus Palästina importiert und diese Produkte zusammen mit Sympathiekarten zum Verkauf anbietet. Die Produzentinnen und Produzenten erhalten einen fairen Preis und mit dem durch Freiwilligenarbeit erzielten Gewinn unterstützt der Verein verschiedene Projekte zugunsten der Menschen in Palästina. Er verurteilt Gewalt und arbeitet mit Partnerorganisationen zusammen, mit welchen er gemeinsame Werte teilt. «Jede Flasche Olivenöl ist eine kleine Botschafterin für den Frieden und das gute Leben, das wir uns für alle Menschen wünschen.» Angesichts des aktuellen Krieges gegen Gaza hat die Kampagne Olivenöl eine Spendenkampagne zugunsten ihrer langjährigen medizinischen Partnerorganisationen in Gaza lanciert: Die National Society for Rehabilitation (NSR) Gaza und die Palestinian Medical Relief Society (PMRS). Beide Organisationen arbeiten in Gaza als Netzwerke der medizinischen Basisversorgung und versorgen Verletzte und Menschen mit Behinderungen.

Die Uru-Murato, angesiedelt am Poopó-See in Bolivien, sind eine Untergruppe der Urus, eine der ältesten indigenen Bevölkerungsgruppen in der südlichen Andenregion, welche eine aquatische Kultur auf schwimmenden Inseln aus Binsen lebte. Nach einer ersten Vertreibung durch die spanischen Eroberer, konnten sie bis ca. 1960 ihre traditionelle Lebensweise auf dem Poopó-See fortführen. Grosse Veränderungen in den letzten 50 Jahren zwangen sie jedoch auf das Festland, wo sie zusätzlich begannen, eine einfache Landwirtschaft auf kargem Boden zu betreiben. Seit 2015 zwingen der Klimawandel und falsches Handling der Wasserressourcen wegen der damit verbundenen Senkung des Pegelstandes sowie der Verschmutzung des Sees ganze Uru-Familien zur Migration in grössere Städte, wie ein kurzer Dokfilm aus dem Jahr 2019 zeigt. Die Folge: Verlust ihrer Kultur und traditionellen Gemeinschaft. Henriette Stierlin, Anthropologin und Tigel-Kundin, verfolgt mit der NGO CEPA das Ziel, im Stadtmuseum von Oruro eine Dauerausstellung über die Uru-Murato aufzubauen, in dessen Umfeld auch diverse Anlässe und Schulungen stattfinden können, um das Erbe dieser einzigartigen Kultur zu erhalten und weiterzutragen.

Der gemeinnützige Verein AWAS – Afghan Women Association Switzerland – wurde gegründet, um afghanischen Frauen in jeglicher Hinsicht zu unterstützen, sowohl in Afghanistan als auch in der Schweiz. Der Name AWAS bedeutet auf Farsi Stimme. Die Initiative, die Stimme der afghanischen Frauen zu sein und Ihre Rechte zu vertreten entstand, als die Taliban in Afghanistan wieder an die Macht kamen. Das Engagement in Afghanistan konzentriert sich derzeit vor allem auf finanzielle Unterstützung mit dem Fokus auf alleinstehende Frauen mit oder ohne Kinder. Ziel ist es, den Frauen die Möglichkeit zu geben, sich selbst finanzieren zu können. So zum Beispiel dank der Lieferung von Nähmaschinen, die es den Frauen ermöglichen, zuhause zu arbeiten. In der Schweiz sind die Hauptziele des Vereins die Integration, Arbeit und Ausbildung von afghanischen Frauen sowie die Förderung eines Kulturaustausches zwischen der Schweiz und Afghanistan

2023
Velafricas Vision ist eine Welt, in der alle Menschen die Vorteile der Velomobilität zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen nutzen können. Die gemeinnützige Organisation sammelt seit 1993 ausgediente Velos, stellt sie in sozialen Einrichtungen in der Schweiz instand und verschifft sie zu Partnerunternehmen in sieben afrikanische Länder. Pro Jahr gelangen über 50 Schiffscontainer mit rund 25’000 aufbereiteten und fahrtüchtigen Schweizer Fahrrädern nach Afrika. Sie erleichtern den Zugang zur Schule, zu medizinischen Einrichtungen und Arbeitsplätzen und machen den Transport von schweren Lasten einfacher. Nebst der Mobilität fördert Velafrica auch soziales Unternehmertum: Die exportierten Räder gelangen in Velozentren, welche als Dreh- und Angelpunkte für Veloverkauf und -reparaturen, Ausbildungen und Jobs rund ums Velo dienen.

Incomindios setzt sich als Schweizer Menschenrechtsorganisation für die Rechte der Indigenen Völker weltweit ein – mit besonderem Fokus auf Nord-, Mittel- und Südamerika. Der Tigel unterstützt zwei aktuelle Projekte von Incomindios:
– Die Secwépemc (Shuswap) in British Columbia (Kanada) wehren sich gegen die Abholzung ihres Landes und die Verlängerung einer Teersand-Pipeline quer durch ihr angestammtes Territorium. Sie bauen seit 2017 solarbetriebene Minihäuser entlang der 518 km langen Erweiterungsroute der «Trans Mountain Pipeline». Obwohl selbst die kanadische Energieregulierungsbehörde das Projekt in Zeiten des Klimakrise als überflüssig einstuft, werden die «Tiny House Warriors» für ihren Widerstand kriminalisiert und mit langwierigen Gerichtsverfahren finanziell ausgeblutet und aus dem Verkehr gezogen.
– Die Comunidad Je’eruriwa ist eine indigene Gemeinschaft der Arawak-Sprachfamilie aus dem Amazonasgebiet Yurupari in Kolumbien, welche während des bewaffneten Konflikts von ihrem Land vertrieben wurde. Die knapp 70 Mitglieder der Gemeinschaft wollen sich gezielt organisieren, um ihre Bräuche und Muttersprache zu verschriftlichen und erhalten. Mit Arbeits- und Schulmaterial soll ihnen Mut zur Selbsthilfe und Eigenständigkeit gegeben werden.

2022
Der Zirkus FahrAwaY ist ein kleiner, feiner Zirkus für jung und alt. In seinen Programmen verschmelzen Artistik und Handwerk: Da tanzen Träume auf dem Seil und die Geschichten schlagen Saltos, begleitet von Livemusik. Er spielt unter freiem Himmel und im Zelt, in Städten und Dörfern, auf Bauernhöfen und an immer wieder neuen Orten in ganz Europa. Seit 2010 ist die Truppe um Solvejg Weyeneth, Valentin Steinemann, Donath Weyeneth, Nina Wey und Jonas Egli Jahr für Jahr mit Traktoren und Wagen zwischen Basel und Bern, Zürich und Jura unterwegs. Neben den klassischen Zirkusdisziplinen sind autodidaktische Neugier und einfachste Mittel von Anfang die wichtigsten Zutaten ihres Schaffens – von den liebevoll restaurierten Wagen bis zu den Instrumenten ist alles selbstgemacht: sie bauen, streichen, nähen, organisieren, putzen und reparieren. 2019 wurde FahrAwaY vom Kanton Basel-Landschaft als Zirkus mit «unverwechselbarem Charme» mit dem Förderpreis Nouveau Cirque ausgezeichnet.

Die Kräuterbauern und -bäuerinnen, die 1986 die Genossenschaft Entlebucher Kräuter gründeten, waren echte Pionier*innen: schweizweit hatte man kaum Erfahrung, welche Kräuter überhaupt kultiviert werden können und worauf geachtet werden muss. Heute bauen im Entlebucher Berggebiet 15 Bauernbetriebe mit viel Herzblut und Handarbeit auf insgesamt zwei Hektaren Kräuter nach biologischen Richtlinien an; ein Teil der Kräuter sind Wildsammlungen in der Unesco Biosphäre Entlebuch. Die Landwirt*innen bringen die geernteten Pflanzen in die zentral betriebene Trocknungsanlage, wo sie schonend mit Hilfe von Sonnenergie getrocknet und schliesslich von Hand gemischt und verpackt werden. Die konstant an der Kapazitätsgrenze laufende Anlage muss erneuert werden – über die Schweizer Berghilfe, die sich seit 1943 für die Menschen in den Bergregionen einsetzt, unterstützen wir die Genossenschaft dabei.

Die FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration setzt sich für den Schutz und die Rechte von Migrant*innen ein, die von Gewalt und Ausbeutung betroffen sind. Zu diesem Zweck führt sie die Beratungsstelle für Migrant*innen, leistet bildende und politische Arbeit und führt das spezialisierte Opferschutzprogramm für Betroffene von Menschenhandel. Diesen bietet sie umfassende Unterstützung und Begleitung, vertraulich und kostenlos – unabhängig davon, ob die Betroffenen mit den Behörden kooperieren oder nicht. Der Tigel-Sozialbeitrag fliesst in den Notfallfonds, welcher Ausgaben für Klient*innen übernimmt, die nicht von der (staatlichen) Opferhilfe übernommen werden können. Dazu gehört beispielsweise auch die Entfernung oder das Cover-up von Tattoos, welche Opfer von Menschenhandel teilweise als Brandmarkung auf ihrem Körper tragen. Die opferzentrierte und bedürfnisorientierte Arbeit des FIZ leistet einen wichtigen Beitrag, Traumata zu bewältigen und den Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.

2021
Das Centre for Arts-based Methodologies & Wellbeing (CWAF) widmet sich der Arbeit partizipatorischer Interventionen mit dem Ziel das Wohlergehen von Individuen, Gemeinschaften, Organisationen und der Umwelt zu fördern. Das CWAF mit Sitz in Karachi/Pakistan, wurde 2019 von unserem ehemaligen Tigel-Mitarbeiter Habib Afsar gegründet – auf Initiative der Organisation PHG Global (www.pgh-global.com). Die Leidenschaft gilt der Kunst, das Werkzeug ist der Prozess des Kunstmachens.

Stoppt den Ikea Bschiss – ist eine Kampagne des Bruno Manser Fonds. Der Schweizer Bruno Manser lebte mehrere Jahre mit dem Volk der Penan im Bundesstaat Sarawak auf Borneo. Nachdem Bulldozer der Holzgesellschaften den Wald der Penan erreichten, fing Bruno Manser an, sich für den Schutz des Waldes zu engagieren. Er gründete 1992 nach seiner Rückkehr aus Sarawak den Bruno Manser Fonds. Im Jahr 2000 verschwand er spurlos im Wald von Sarawak. Der Bruno Manser Fonds führt sein Vermächtnis weiter und setzte sich für die Penan und den Erhalt des Regenwaldes ein.

Eine Welt mit genügend und gesunder Nahrung für alle, produziert von gesunden Menschen in einer gesunden Umwelt.
Biovision fördert seit 1998 die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung von nachhaltigen ökologischen landwirtschaftlichen Methoden, mit denen Menschen in Entwicklungsregionen sich selber helfen können. Dabei spielt der ganzheitliche Ansatz eine zentrale Rolle: Gesunde Menschen, Tiere, Pflanzen und eine intakte Umwelt sind Ziel in allen Projekten.

2020
Educate a Child, Empower a Community, Build a Nation, Change the World!Teach a Girl to read and write, and she can suceed for a lifetime! Slumabad ist ein niederschwellig angelegtes Schulprojekt für Kinder von unterprivilegierten Pakhiwas Familien im urbanen Lahore. Slumabad setzt sich für eine Welt ein, in der alle Menschen gleiche Rechte haben, unabhängig von Klasse, Kaste, ökonomischem oder sozialem Hintergrund. Die Mission von Slumabad ist es, jedem Kind den Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen und ökonomischen Möglichkeiten zu bieten und das in einer Umgebung in der Menschenrechte respektiert und geschätzt werden.

Küme Mogen wurde 2015 als Spar- und Kreditgenossenschaft in Chile gegründet, um den Bewohner*innen der Mapuche-Gebiete in Chile Zugang zu Finanzierungen und damit einer selbstbestimmten wirtschaftlichen Entwicklung zu ermöglichen. Mit ihren Tätigkeiten und Angeboten versteht sich Küme Mogen als Werkzeug für Selbstermächtigung und Autonomie. Explizit will die Genossenschaft dazu beitragen, die Prinzipien des Azmapu, der traditionellen Mapuche-Ethik, zu vermitteln.

Entwicklungszusammenarbeit braucht dringend ein Bewusstsein für die Vergangenheit und ein Verständnis für globale Zusammenhänge. Deshalb arbeitet Cooperaxion entlang der historischen Routen des sogenannten Dreieckhandels. Die Projekte helfen beim Aufbau von sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Liberias Hauptstadt Monrovia und in den Regionen Codó/Maranhão und Petropolis in Brasilien. In der Schweiz sensibilisiert Cooperaxion mit Bildungsarbeit für die Verflechtungen in den Kolonialismus und Sklavenhandel sowie die Nachwirkungen der frühen Globalisierung.
